Steffen Maria Ost • 21. Oktober 2026

Zwei literarische Reisen zwischen alltäglichen Begegnungen, persönlichen Erlebnissen und der Faszination fremder Orte.

Manchmal sind es gerade die ungeplanten Begegnungen, die uns besonders lange in Erinnerung bleiben. Ein Gespräch, das wir eigentlich gar nicht führen wollten. Ein fremder Mensch, der plötzlich unsere Aufmerksamkeit beansprucht. Oder eine Stadt, deren Atmosphäre uns so sehr berührt, dass wir unsere Eindrücke unbedingt festhalten möchten.


Der Schriftsteller Lutz Prauser widmet sich bei der LANGEN NACHT DER LITERATUR in der Galerie Ost genau solchen Momenten.


Für seine Lesung am 13. November 2026 hat er zwei Texte vorgesehen, die auf unterschiedliche Weise von persönlichen Erfahrungen, menschlichen Begegnungen und seiner Neugier auf die Welt erzählen.


„Das Verhör“ – wenn aus einer zufälligen Begegnung eine Geschichte wird


Sein erster Text trägt den Titel „Das Verhör“ und stammt aus seinem Buch „Bahn frei“.


Darin schildert Lutz Prauser eine jener Begegnungen, die sich beim Schwimmen in Seen und Weihern ergeben können – vor dem Eintauchen ins Wasser oder danach, wenn man eigentlich mit ganz anderen Gedanken beschäftigt ist.


Immer wieder trifft man dort auf Menschen, die unvermittelt ein Gespräch beginnen und einen in ihre eigene Welt hineinziehen.


„Das Verhör“ beschreibt eine solche Begegnung, die sich tatsächlich genau so zugetragen hat.


Obwohl Lutz Prauser nach eigener Aussage nicht unbedingt zu den Menschen gehört, die sich gerne von Fremden in spontane Gespräche verwickeln lassen, entwickelte diese besondere Situation einen ganz eigenen Charme.


Literarisch bewegt sich der Text zwischen autobiografischer Beobachtung, Prosa und Kurzgeschichte. Er ist nicht erfunden, besitzt aber jene erzählerische Qualität, die aus einer scheinbar beiläufigen Alltagssituation eine bemerkenswerte kleine Geschichte entstehen lässt.


„Schmetterlinge und Wasserfälle“ – eine literarische Liebeserklärung an Sarajevo


Mit seinem zweiten vorgesehenen Text führt Lutz Prauser das Publikum an einen ganz anderen Ort.


Aus seinem Werk „Schmetterlinge und Wasserfälle“ möchte er voraussichtlich ein gekürztes Kapitel lesen, das seine Eindrücke aus Sarajevo aufgreift.


Es sind Beobachtungen und Erfahrungen eines Reisenden, der dieser Stadt mit großer Neugier, Offenheit und Sympathie begegnet.


Dabei geht es nicht nur darum, einen Ort zu beschreiben. Vielmehr entsteht durch die persönlichen Eindrücke eine Annäherung an eine Stadt, die den Autor auf besondere Weise fasziniert hat.


Lutz Prauser selbst bezeichnet seinen Text deshalb auch als eine mögliche Liebeserklärung an Sarajevo.


So wird aus Reiseliteratur mehr als die Beschreibung einer Reise: Sie wird zum Ausdruck einer persönlichen Beziehung zu einem Ort und zu den Eindrücken, die dieser hinterlässt.


Zwei Texte – zwei Perspektiven auf das Leben


Was beide Texte miteinander verbindet, ist der aufmerksame Blick auf die Welt.


Einmal richtet er sich auf eine unerwartete menschliche Begegnung am Wasser, ein anderes Mal auf die besondere Ausstrahlung einer Stadt.


Beide Geschichten zeigen, wie aus persönlichen Erfahrungen Literatur entstehen kann – und wie das scheinbar Alltägliche ebenso erzählenswert sein kann wie eine Reise in eine andere Kultur.


Am Freitag, 13. November 2026, wird Lutz Prauser im Rahmen der LANGEN NACHT DER LITERATUR in der Galerie Ost Einblicke in diese beiden literarischen Welten geben.


Wir freuen uns auf eine Lesung, die zum Schmunzeln, Entdecken und gedanklichen Reisen einlädt.


Fünf literarische Stimmen. Fünf unterschiedliche Werke. Ein Abend zwischen Kunst und Literatur.


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LANGE NACHT DER LITERATUR


Freitag, 13. November 2026

Galerie Ost – Galerie für zeitgenössische Kunst

Schöpflin-Areal, Lörrach-Brombach, 2. Obergeschoss


Einlass: 19:00 Uhr

Letzter Einlass: 19:45 Uhr

Beginn: 20:00 Uhr


Moderation: Dr. Claudia Octavia Mancini


Eintritt frei – Reservierung aufgrund begrenzter Sitzplätze empfohlen.


www.galerie-ost.com


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