Nicole Maier – wenn aus Gedanken Geschichten werden
Mit Nicole Maier begrüßen wir bei unserer „Langen Nacht der Literatur“ am Freitag, 13. November 2026, eine Autorin aus der Region, deren literarischer Weg unterschiedliche Ausdrucksformen miteinander verbindet.
Nicole Maier wurde 1980 in Lörrach geboren und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Schreiben. Ihr literarisches Spektrum umfasst Romane, Kurzgeschichten und Lyrik.
Zu ihren Veröffentlichungen gehören unter anderem „Geheimnis des Glaubens“ aus dem Jahr 2014 sowie „Ein zauberhaftes Paar“ aus dem Jahr 2018.
Auch das öffentliche Vortragen ihrer Texte ist Nicole Maier vertraut. Im Laufe der Jahre war sie mit Lesungen unter anderem in Lörrach, Freiburg, Bad Bellingen, Basel und Frankreich zu Gast und konnte dabei unterschiedliche Erfahrungen im direkten Austausch mit ihrem Publikum sammeln.
Bei unserer „Langen Nacht der Literatur“ möchten wir jedoch vor allem eines in den Mittelpunkt stellen:
ihre Texte und ihre Stimme als Autorin.
Geheimnis des Glaubens
Sybilla ist eine in Fleisch geborenen Göttin, die auf Eden den Namen Prosapina trägt. Jedoch löste die Göttin einen Krieg in Eden aus, als sie versuchte sich umzubringen. Sie ertrug das tragische Menschsein nicht mehr und wollte ganz und gar heim, nach Eden, zu ihrer Familie. Was eines Tages auch geschehen soll, doch bis es soweit sein wird, muss die Göttin im Menschenkörper noch viel über sich ergehen lassen.
Einzig ihre Liebe zu ihrem göttlichen Gefährten Pluto lässt sie auf der Erde nicht im Stich …
In Geheimnis des Glaubens werden so ganz nebenbei, religiöse Fakten und Hintergründe mit geliefert. Manches Mysterium aus der Menschheitsgeschichte findet der Leser hier in belletristischer Form wieder. Sei es das versunkene Atlantis oder die Gralslegende, aber auch die Erschaffung der Welt sowie die Sintflut haben eine zentrale Rolle in dieser Geschichte. Natürlich wird am Ende alles gut, jedoch mit ungewisser Hoffnung dass dies auch so bleibt, selbst Luzifer, der Teufel, kehrt wieder in den Schoss der Familie zurück.
Ein zauberhaftes Paar
Elektra Rauch, ihres Wesens nach Hexe, trifft auf der Arbeit Damian Schall. Es funkt zwischen den beiden, jedoch weiß Elektra nicht dass Damian seit Jahren nach ihr sucht. Elektras beschauliches Leben wird durch Damian auf den Kopf gestellt, vor allem als sie von seinen Zauberkräften erfährt. Plötzlich ist alles leichter, aber anders schwer. Als Hexe und Zauberer sorgen sie gemeinsam mit ihren Mitstreitern für eine weltweite Veränderung. Quasi über Nacht wird das Geld abgeschafft und für Frieden und Gerechtigkeit auf der Erde gesorgt. Aber bis es soweit ist, erleben die beiden tolle Abenteuer und reisen luxuriös… manchmal fliegen sie auch als Vögel über die Berge hinweg. Ein zauberhaftes Paar vereint Realität und Fiktion, die Geschichte entführt den Leser an imposante Orte. Eine teilweise ironische, sowie romantische Lektüre mit gesellschaftlichen Attitüden.
GEDICHTEBAND
Ein Sammelsurium an Gedichten, ein Potpourri der Emotionen und Lebensabschnitte.
In ihrem Gedichtband hat Nicole Maier alias Rani Shahima, Lyrik zum Alltag, sowie ausgezeichnete Poesie, Gedichte im Gothicstyle und natürlich dem Thema Liebe veröffentlicht.
Lieber Leser, begeben Sie sich auf einen geheimnisvollen Weg!
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Lesen Sie die Worte der Autorin
Nicole Maier arbeitet derzeit an einem persönlichen Text über ihr Schreiben, ihre Gedankenwelt und die Themen, die sie als Autorin bewegen. Dieser Beitrag wird in Kürze ergänzt 👌
Mein Weg – Nicole Maier
Ich, Nicole Maier, wurde am 19. Oktober 1980 um 13.10 Uhr in Lörrach (Baden-Württemberg) geboren. Ein Sonntagskind, das schon früh zu den Sternen wollte. Mit zwei Jahren sagte ich meinen Eltern, dass ich Astronautin werden will.
Etwa zur gleichen Zeit drehte ich auch schon meine ersten Pirouetten im Wohnzimmer zu Rondo Veneziano. Musik war ohnehin meine allererste große Liebe – und sie ist es bis heute geblieben.
Neben der Musik interessierten mich schon früh viele andere Dinge. Besonders Archäologie, Ethnologie, Mythologie, Geschichte, verschiedene Wissenschaften und natürlich die Literatur faszinierten mich.
Während meiner Schulzeit erfreute ich mich an einer 14-jährigen klassischen Ballettausbildung sowie an sieben Jahren Gesangsunterricht mit einer 2½-Oktaven-Stimme. Vieles deutete damals darauf hin, dass mein Weg einmal auf die Musicalbühne führen könnte.
Nach meinen Schulprüfungen entschied ich mich deshalb dafür, eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin zu beginnen. Dafür ging ich nach Nürnberg und besuchte dort die Musicalschule.
Doch es kam alles anders.
Nach anderthalb Jahren in Nürnberg sah ich mich gezwungen aufzuhören, da sich mein gesundheitlicher Zustand rapide verschlechterte. Es folgten schwere Schicksalsjahre, bis schließlich diagnostiziert wurde, woran mein körperliches Unwohlsein lag. Kaum waren die Diagnosen bekannt, folgte eine Notoperation auf die nächste.
Und genau an dieser Stelle kam das Schreiben wieder in mein Leben.
Schon während meiner Schulzeit hatte ich Gedichte geschrieben, auch für Klassenkameraden, und Geschichten verfasst. Meine Aufsätze erhielten sehr gute Zensuren – allerdings gerne verbunden mit dem Hinweis, dass der nächste Aufsatz doch bitte etwas kürzer ausfallen sollte. Vielleicht zeichnete sich also bereits damals ab, dass mein Weg eines Tages eher der einer Schriftstellerin als der einer Musicaldarstellerin sein würde.
Während der schweren Jahre half mir meine Fantasie dabei, Kummer und Schmerzen für eine Weile zu vergessen. Wenn ich wieder einmal operiert worden war oder gesundheitlich daniederlag, gab es immer noch die Geschichten und Bilder in meinem Kopf.
„Die Bilder in meinem Kopf verarbeite ich zu Texten, damit andere Leute lesen, welches Kopfkino mein Gehirn produziert.“
Das Schreiben wurde damit immer mehr zu einem festen Bestandteil meines Lebens.
Auszeichnungen und erste Erfolge:
Im Jahr 2007 erhielt ich von der Brentano-Gesellschaft in Frankfurt am Main eine Auszeichnung für mein Gedicht „Der Augenblick“. Weitere Auszeichnungen folgten in den darauffolgenden Jahren.
Im Jahr 2012 wurde mein Skript „Frühreif – Erwachsene gefangen in Kindern“ für den Buch-Presse-Preis in Frankfurt am Main nominiert. Leider fanden sich damals keine Sponsoren, sodass aus dem Skript kein Buch entstehen konnte und damit auch die Nominierung verfiel.
Meine Lesungen und künstlerischen Stationen:
Meine erste Lesung aus meinem Roman „Geheimnis des Glaubens“ fand am 23. April 2014 im Freiburger Rieselfeld statt. Ich las in Kostümierung, und gleich meine allererste Lesung durfte ich vor bis zu 40 Besucherinnen und Besuchern erleben.
Am 2. Oktober 2016 folgte eine weitere Lesung aus „Geheimnis des Glaubens“ in Lörrach-Stetten. Über 20 Gäste waren dabei. Auch hier las ich kostümiert und in einer besonderen Atmosphäre bei Halbdunkelheit.
Am 11. Dezember 2016 folgte eine Lyriklesung im Biocafé in Stetten.
Mit meinem zweiten Roman „Ein zauberhaftes Paar“ hatte ich am 21. September 2018 meine erste Lesung in der Galerie Numas Igra in Basel in der Schweiz. Die Galerie war an diesem Abend brechend voll.
Vom 5. bis 7. April 2019 stellte ich bei Artstages in Bad Bellingen meine Fotografien aus und präsentierte dort gleichzeitig Kurzgeschichten und Lyrik.
Am 4. Oktober 2019 trat ich in Bad Bellingen gemeinsam mit zwei weiteren Lyrikern auf. Daraus entwickelte sich ein lesendes Trio.
Am 13. Oktober 2019 durfte ich als Gastleserin im Tierpark Lange Erlen in Basel in der Galerie Vielfältig von Heinz Hänni auftreten.
Vom 19. bis 20. Oktober 2019 hatte ich die Ehre, in Chalampé in Frankreich sowohl Gastleserin als auch Gastausstellerin zu sein.
Am 16. November 2019 fand in der Galerie Numas in Basel unter dem Motto „Die Klagemauer“ eine improvisierte Live-Performance statt.
Gemeinsam mit Joachim Thönen am Kontrabass und mit Elektronik interpretierte ich mit meiner Stimme Beiträge von Gästen und Passanten. Die Performance wurde vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen.
Am 5. Februar 2020 verband ich in der Brombacher Bibliothek erneut meine unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen miteinander: mit einer Lesung und einer Vernissage meiner Fotografien.
Viele für das erste Halbjahr 2020 geplante Lesungen fielen anschließend der COVID-19-Pandemie zum Opfer.
Am 23. Februar 2020 fand dennoch eine Lesung bei Kunst im Loft statt.
Für den 28. Juni 2020 stellte ich meinen ursprünglich vorgesehenen Lesungstermin für die „Show of Joy“ nach der Coronakrise zur Verfügung. Ich moderierte die Show und las gemeinsam mit meinen Poetenkollegen. Insgesamt wirkten sieben Performancekünstler aus den Bereichen Musik, Gesang und Dichtung mit.
Am 30. August 2020 folgte eine musikalische Lesung in der Galerie Kunst im Loft in Brombach.
Am 18. Oktober 2020 las ich erneut im Tierpark Lange Erlen in der Schweiz, dieses Mal mit musikalischer Begleitung durch Beat Witzig.
Am 14. Oktober 2021 kehrte ich für eine weitere Lesung in den Tierpark Lange Erlen zurück. Dabei gab es eine Kurzgeschichtenpremiere, ebenfalls musikalisch begleitet von Beat Witzig.
Am 30. April 2022 und am 14. Mai 2022 folgten zwei Hoflesungen mit Kurzgeschichten und Lyrik.
Am 11. Juni 2022 präsentierte ich bei einer weiteren Hoflesung „Liebe auf den ersten Flügelschlag“, begleitet vom Gesang von Marlene Castell.
Eine weitere Lesung von „Liebe auf den ersten Flügelschlag“ mit Marlene Castell fand am 9. Juli 2022 statt.
Am 23. Oktober 2022 war ich wieder im Tierpark Lange Erlen zu Gast – dieses Mal mit einer reinen Lyriklesung. (Nicole Maier)
Meine Bücher und Manuskripte:
Zu meinen bislang unveröffentlichten Werken gehören:
„Spekulum Spectri – Spiegelbilder aus der Vergangenheit“
und
„Frühreif – Erwachsene gefangen in Kindern“.
Am 2. April 2014 erschien mit
„Geheimnis des Glaubens“ mein erstes veröffentlichtes Buch unter meinem bürgerlichen Namen.
Ein weiteres noch unveröffentlichtes Projekt ist meine Trilogie „Dynastie von Gottes Gnaden“, ein historischer Fantasy-Roman rund um die Entstehung der Merowinger-Dynastie.
Am 17. April 2018 erschien schließlich
„Ein zauberhaftes Paar“ unter Pseudonym und ist ebenfalls im Handel erhältlich. (Nicole Maier)
Das Schreiben und ich:
Inzwischen schreibe ich seit weit mehr als dreizehn Jahren professionell.
Meine Arbeit mit Sprache beschränkte sich dabei nicht ausschließlich auf meine eigenen Bücher, Kurzgeschichten und Gedichte. Ich war unter anderem auch als freie Journalistin für eine regionale Wochenzeitung tätig und durfte dabei viele unterschiedliche Menschen interviewen – darunter Politiker, Stars und Künstler.
Literatur, Musik, Fotografie und die unterschiedlichen Möglichkeiten künstlerischen Ausdrucks haben meinen Weg über viele Jahre begleitet. Vieles kam anders, als ich es mir als Kind oder junge Frau vorgestellt hatte. Aber vielleicht liegt gerade darin das Besondere eines Lebensweges: dass sich manche Türen schließen und dafür andere öffnen, von denen man vorher noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.
Eines jedoch ist geblieben:
„Das Schreiben ist mein Leben und meine Bücher als Filme eines Tages im Kino zu sehen mein Traum. Am liebsten möchte ich dann Regie führen.“


