Steffen Maria Ost • 10. September 2026

„Zwischen Himmel und Meer“ ist für mich ein Bild über Freiheit, Weite und dieses Gefühl, irgendwo zu sein, wo man den Horizont sieht und für einen Moment einfach nur schaut.

Zwischen Himmel und Meer – Tra cielo e mare · 2026

Bei diesem Gemälde „Zwischen Himmel und Meer – Tra cielo e mare“ geht es für mich genau um diesen Moment dazwischen.

Oben dieses intensive Blau, darunter die warmen Rosa-, Sand- und Koralltöne – für mich entsteht daraus eine Weite, die nicht genau festgelegt ist. Es könnte Himmel sein, Meer, Landschaft oder einfach eine Erinnerung an einen Ort, den man irgendwann einmal gesehen, gespürt oder vielleicht nur geträumt hat.

Ich wollte hier ganz bewusst keine klare Grenze schaffen. Himmel und Meer gehen ineinander über, genauso wie sich Gedanken, Erinnerungen und Stimmungen oft nicht sauber voneinander trennen lassen.

Die dunkle, fast senkrechte Spur in der Mitte habe ich ganz bewusst gesetzt. Sie unterbricht diese Leichtigkeit und schafft einen Gegenpol. Für mich wirkt sie wie eine Markierung im Raum, wie ein Punkt, an dem der Blick hängen bleibt.

Wie bei vielen meiner Arbeiten ist mir auch hier die Oberfläche wichtig. Ich trage Farbe nicht einfach nur auf. Ich ziehe sie, schiebe sie, kratze hinein, lasse Spuren stehen und arbeite mit den Strukturen. Dadurch verändert sich das Gemälde je nachdem, wie weit man davorsteht und wie das Licht darauf fällt.

Aus der Entfernung wirkt es fast ruhig und weit. Wenn man näher herangeht, entdeckt man plötzlich ganz viele kleine Bewegungen, Linien, Zeichen und Strukturen.

„Zwischen Himmel und Meer“ ist für mich ein Bild über Freiheit, Weite und dieses Gefühl, irgendwo zu sein, wo man den Horizont sieht und für einen Moment einfach nur schaut.

Vielleicht gibt es diesen Ort wirklich. Vielleicht gibt es ihn aber auch nur in uns selbst.

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