Wenn ein Orthopäde zum Schriftsteller wird – Axel Stamm zu Gast an der LANGEN LITERATURNACHT in der Galerie Ost

LANGE NACHT DER LITERATUR 2026 | Ein außergewöhnlicher Lebensweg zwischen Medizin, Sprache und Literatur
Was bewegt einen erfolgreichen Orthopäden dazu, einen Roman zu schreiben? Ist es der Wunsch, Geschichten zu erzählen? Die Faszination für Menschen? Oder vielleicht eine Leidenschaft, die über Jahrzehnte darauf gewartet hat, endlich ihren eigenen Weg zu finden?
Bei Axel Stamm ist es wohl eine besondere Verbindung aus all diesen Dingen.
Am Freitag, 13. November 2026, wird er als erster von fünf Autoren die LANGE NACHT DER LITERATUR in der Galerie Ost auf dem Schöpflin-Areal in Lörrach-Brombach eröffnen.
Zwei Welten, die mehr gemeinsam haben, als man zunächst vermutet
Wer Axel Stamm begegnet, trifft zunächst auf einen Mediziner. Geboren 1976 in Bamberg, lebt er heute im schweizerischen Windisch und führt als Facharzt für Orthopädie eine Praxis in Baden.
Doch seine ursprünglichen beruflichen Vorstellungen sahen anders aus. Eigentlich wollte er Germanistik studieren. Erst durch seinen Zivildienst fand er den Weg zur Medizin.
Die Begeisterung für Sprache und Literatur blieb jedoch bestehen.
Vielleicht ist gerade das eine der interessantesten Seiten seiner Geschichte: Ein Mensch entscheidet sich für einen Beruf, geht seinen Weg und entdeckt viele Jahre später, dass eine andere Leidenschaft niemals verschwunden ist.
Denn wer täglich mit Menschen arbeitet, begegnet nicht nur medizinischen Fragen, sondern auch persönlichen Geschichten, unterschiedlichen Charakteren und individuellen Lebenswegen.
Und genau dort beginnt häufig auch die Literatur: beim aufmerksamen Beobachten.
Ein Kommissar, der keiner gewöhnlichen Kriminalgeschichte folgt
Mit seinem ersten Roman „Kommissar Panowski. Kein Bretagne-Krimi“, erschienen im September 2026 im Litego Verlag, hat Axel Stamm einen ungewöhnlichen Titel gewählt.
Ein Kommissar, die Bretagne und dann der ausdrückliche Hinweis, dass es sich gerade nicht um einen klassischen Bretagne-Krimi handelt.
Das macht neugierig.
Vielleicht liegt darin bereits eine Botschaft: Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Weder im Leben noch in der Literatur.
Axel Stamm lädt seine Leserinnen und Leser dazu ein, genauer hinzusehen, zuzuhören und sich auf Menschen und Situationen einzulassen, die sich nicht immer in vertraute Kategorien einordnen lassen.
Schreiben und dabei etwas bewegen
Bemerkenswert ist auch, was Axel Stamm mit seinem literarischen Debüt verbindet.
Er möchte mit seinem Buch nicht nur Leserinnen und Leser erreichen, sondern zugleich etwas für andere Menschen bewirken.
Seinen gesamten Autorenerlös stellt er Projekten zur Verfügung, die sich für die Sprachförderung sozial benachteiligter Kinder einsetzen. Dazu gehören Leseohren e. V. in Stuttgart und a:primo in der Schweiz.
Aus einer persönlichen Leidenschaft wird damit ein Engagement, das über das eigene Buch hinausgeht.
Ein Gedanke, der auch zur Philosophie der Galerie Ost passt: Kunst und Kultur können Menschen miteinander verbinden und gesellschaftlich etwas bewegen.
Wenn Literatur auf bildende Kunst trifft
Die LANGE NACHT DER LITERATUR ist für mich als Künstler und Gründer der Galerie Ost weit mehr als eine Abfolge von Lesungen.
Sie ist eine Begegnung unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen.
Während Gemälde ihre Geschichten durch Farben, Formen und Kompositionen erzählen, entstehen literarische Bilder durch Worte, Gedanken und die Vorstellungskraft des Publikums.
Beide Ausdrucksformen eröffnen Räume, die jeder Mensch auf seine eigene Weise erleben kann.
Gerade deshalb freue ich mich darauf, Axel Stamm in unserer Galerie begrüßen zu dürfen.
Ein Arzt, der zum Romanautor geworden ist, bringt eine besondere Perspektive mit. Eine Perspektive, die zeigt, dass Kreativität nicht an einen bestimmten Beruf gebunden ist und dass es für neue künstlerische Wege keinen vorgeschriebenen Zeitpunkt gibt.
Fünf Autoren. Fünf Persönlichkeiten. Ein besonderer Abend.
Mit Axel Stamm beginnt am 13. November ein Literaturabend, an dem insgesamt fünf unterschiedliche Persönlichkeiten ihre Werke vorstellen.
Im Anschluss an die einzelnen Lesungen besteht Gelegenheit für Fragen und Gespräche. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Claudia Octavia Mancini.
Wir möchten Literatur nicht nur präsentieren, sondern den Menschen hinter den Geschichten begegnen.
Und vielleicht ist genau das der schönste Gedanke dieses Abends: Dass Menschen zusammenkommen, die sich vorher nicht kannten, und durch Kunst und Literatur miteinander ins Gespräch finden.
Ich freue mich auf Axel Stamm, seinen Roman und auf einen Abend voller neuer Eindrücke.
Steffen Maria Ost
Künstler und Gründer der Galerie Ost













